RikitikitawiRikitikitawis Blog

04.02.2018 01:32 Uhr
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Die Maske Elensilia - ein Bericht

Holt euch bitte Popcorn. Die Maske bekam ich von der Frau von einem Kollegen von der Frau von meinem Kollegen. Sie wohnt in Korea. Also die Frau von einem Kollegen von der Frau von meinem Kollegen ist eine Koreanerin und versteht etwas von der Kosmetik. Sie muss einfach Ahnung haben, Korea verpflichtet. Es ist schon ein paar Jahre her, als sie zu Besuch bei ihrem frischgebackenen Gatten war und ein paar Geschenke an seine direkte Kollegin mitbrachte. Die Geschenke waren natürlich Kosmetik - eine Creme mit Schneckenschleim und eine Packung von fünf Masken, unserem Protagonisten. Die Beschenkte ist die Frau von einem guten Kollegen und da ich seine Lieblingskollegin bin, und da man in Erzählungen häufig zu Übertreibungen neigt, und da sie einfach eine liebenswerte Person ist, durfte ich die Geschenke testen. Verzeiht mir bitte diesen Kalauer, aber ich musste gar nicht schleimen um an die Schleimcreme zu kommen. Diese musste ich nachher zurückgeben, aber die eine Portion von der Maske durfte ich mein Eigen nennen. Auf immer und ewig. Dies ist aber eine sehr unbestimmte Zeit, also beschloss ich auf einen bestimmten Anlass zu warten. Wie besonders darf der Anlass denn sein? Wenn der Trump eingeliefert wird oder wenn die Isländer die diesjährige WM gewinnen? Ich habe einen Grund gefunden: "Am 9. Februar werden Athleten aus Süd- und Nordkorea gemeinsam bei der Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele unter der gesamtkoreanischen Fahne - die komplette Halbinsel in hellblau auf weißem Grund - ins Stadion einziehen"

Ein besonderer Grund, wie ich finde. Also los, die Maske wird ausgepackt.

Sie riecht grasig, ähnlich wie Heu, recht angenehm und natürlich. Das Vlies fühlt sich baumwollig an und ist gut durchfeuchtet. Vliesmasken sind mir nach Peel-Off-Masken die unliebsamsten - mein Gesicht will sich in vorgestanzte Proportionen nicht immer reinpassen. Jetzt ist es zum Glück nicht der Fall. Ich scheine koreanischen Maßen zu entsprechen. Die Maske sitzt gut, so dass ich mich gut bewegen kann. Ich werde aber nicht wie Daniela Katzenberger den Fehler machen "Gangnam Style" zu tanzen. Die Zeit wird anderweitig genutzt - nämlich zu entziffern, wie lange das Vlies der Götter wirkt. Ziffer ist ein gutes Stichwort - ich habe "10~20" erkannt. Gut, nach 20 Minuten wird die Maske schonungslos entsorgt und Reste eingerieben. Die Haut klebt ein wenig, wirkt aber gepflegt.

Es bleibt ein angenehmes Gefühl, haut mich aber nicht sonderlich um. Und es ist gut so. Sonst müsste ich ja hinterherweinen und wer weiß, ob die Frau vom Kollegen der Frau meines Kollegen noch einmal auf die Idee kommt, sie mitzubringen.

P.S. Der Name klingt homöopathisch, also wird gegoogelt - Centella Asiatica ist eine Heilpflanze und wird bei Couperose eingesetzt, außerdem wird ihr eine hautstraffende Wirkung nachgesagt.

P.P.S. Ob PSY auf der Eröffnungsfeier in Pyeongchang auftreten wird?

P.P.P.S. Bin ich jetzt eine Beauty- Bloggerin?



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