So lange ich denken kann, habe ich die Neigung zu Couperose, im Fortgeschrittenen Stadium auch Rosacea genannt, eine der Sachen die mir von meiner Oma väterlicherseits vererbt wurden, Andere mag ich mehr. Dieses ist eine angeborene Bindegewebsschwäche und geht bei mir noch mit einer gestörten Wärmeregulation einher – wenn ich überhitzt bin und ich nicht schwitzen kann „explodiert“ mein Gesicht, sobald die Suppe läuft, wird es wieder besser ;-) Als ich so um die 20 war, hat sich die Couperose als permanente Rötung auf den Wangenknochen gezeigt, was ich insofern ganz praktisch fand, als dass ich kein Rouge brauchte – einfach das Make Up etwas abwischen und ich hatte die perfekte Farbe und es saß an der richtigen Stelle. Im Laufe der Zeit hat sich die Rötung ausgebreitet und es sind mehr und mehr geplatzte Äderchen hinzu gekommen. Zeit also um etwas zu unternehmen. Veröden wollte ich noch nicht und bis auf kaschieren und Temperaturreize vermeiden, hatte ich lange Zeit keine wirkliche Idee...
Dann kam der Kommentar zur Creme von Avène.
Creme ist mir trotz meiner feuchtigkeitsarmen Haut häufig zu schwer und führt zu Wärmestau, kann ich also außer im Winter vergessen – googeln ergab, dass es auch eine Emulsion gibt, da musste eine Probe her.
Ich hatte nicht damit gerechnet, dass die Rötungen bei der ersten Anwendung verschwinden, sondern, dass die Haut mit Feuchtigkeit versorgt wird und die grünliche Farbe etwas egalisiert. Was allerdings passiert ist, ist dass es schon kurz nach Auftragen der Emulsion in der Haut anfing zu arbeiten und ich das Gefühl hatte, die Haut wäre wärmer als normal. Ich habe die Emulsion aber trotzdem nicht abgewaschen, weil ich mir nicht sicher war, ob das jetzt der vielgepriesene Mäusedornwurzelextrakt war, der da seine Arbeit verrichtet hat oder etwas unverträglich war. Einige Zeit später sah die Couperose kräftiger aus als normal, war aber noch im Rahmen. Das blieb so, bis ich dann Stunden später zum Einkaufen gefahren bin und durch den Regen laufen musste, jedes Tröpfchen Wasser, das auf die eingecremten Partien kam, fühlte sich leicht schmerzhaft an (normalerweise empfinde ich es als erfrischend), als ich wieder zu Hause war, hatten sich ein paar Stellen ins bläuliche verfärbt. Das Abwaschen mit Wasser hat dann zwar etwas Linderung gebracht, aber erst das spätere nochmalige Waschen mit Wasser und Seife hat alles entfernt und zwei Stunden danach hatte sich die Haut dann soweit beruhigt, dass sie wieder normal aussah.
Ich kann nicht sagen auf was ich da so reagiert habe, vielleicht auf das reichlich eingesetzte Parfum – wobei ich mich frage warum eine Creme für hochempfindliche Haut überhaupt parfümiert sein muss – oder einen der anderen Inhaltsstoffe, weitere Versuche werde ich allerdings unterlassen...
Wenn es jetzt nicht ausgerechnet dieser Silkonersatzstoff ist auf den ich da reagiere, werde ich die Creme wohl auch nicht vertragen, der Vergleich mit verträglichen Produkten hat bis jetzt noch nicht viel ergeben...
Bis auf drei Inhaltsstoffe sind die INICIs bei der Emulsion und der Creme identisch, die Emulsion hat einen Silikonersatzstoff, der in der Creme nicht vorhanden ist, dafür hat die Creme noch Distelöl und Neutralöl drin.
... und werde sie trotzdem mal probieren. Generell ist Avène weniger reichhaltig, da kann man auch für ölige Mischhaut (wie meine) die reichhaltigen Versionen nehmen. Ansonsten suche ich noch meine Trigger für die Rosazea...
Oh weh... :-( Bei mir gehts leider auch langsam mit Rosazea los, ich nehme schon länger die Cremeversion in Riche. Vertrage die gut, helfen tut sie aber nicht, da muss wohl doch mal die Hautärztin ran. Deine Cremeversion habe ich auch....
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