Peanut
Kosmetik-Rezensionen
Wie eine Babykatze
Bierhefe habe ich eine ganze Zeitlang genommen, angefangen als ich Studentin war. Eine Kommilitonin, die nebenher in einer PR- und Werbeagentur jobbte, Zugang zu den tollsten und hippsten Produkten hatte und trotzdem auf die olle Bierhefe schwor, hatte mich inspiriert. Irgendwann vernachlässigte ich die "mühsame" Einnahme der 3 x 5 Presslinge pro Tag (ist Unsinn, daran kann man sich mit Leichtigkeit gewöhnen). Und da Aminosäuren und all die anderen guten Dinge, die in der Bierhefe enthalten sind, sich eher langsam verstoffwechseln und für einige Zeit speichern, habe ich ein Nachlassen der Benefits nicht sofort gemerkt.
Aber natürlich bin ich irgendwann reumütig zu dem unhippen, unschicken alten Freund Bierhefe zurückgekehrt: Ich hatte eine Phase, in der meine Haut völlig außer Rand und Band war, auf alles (jede Berührung im Gesicht, jede noch so bewährte Creme) mit Unreinheiten reagierte.
Dass die Wirkung sich irgendwann ganz deutlich zeigte, merkte ich zuerst an den Nägeln. Ich habe von Natur aus sehr (!) weiche Nägel. Nicht brüchig aber weich wie Papier. Dass sie sich nach ca. drei Wochen zu festen Krallen entwickelten, merkte ich an Kratzern, die ich aus purer Ungewohnheit mir selbst und Anderen verpasste. Einer war sogar so tief, dass ich bis heute ein Närbchen an der Stelle habe. Ich kam mir seinerzeit vor wie eine Babykatze, die ihre Krallen nicht unter Kontrolle hat und gewöhnte mir an, Wundpflaster mit mir rumzutragen, bis ich mich an meine neuen Nägel gewöhnen würde.
Etwa zur selben Zeit fing ich an, sehr intensiv zu träumen. Ich bin zwar von Haus aus ein lebhafter Träumer, das war aber ungewöhnlich. Ich fragte mich: Was ist denn da los? Bis mir wie Schuppen von den Augen fiel, dass der Verbund an Wirkstoffen in der Bierhefe angeblich auch auf Nerven und Muskeln eine Wirkung haben soll (nein, Alkohol ist in der Bierhefe keiner enthalten *gg*). Der Umstand passte dann auch mit dem Phänomen zusammen, dass mein seit einer Parese angeditschter Nerv + Muskel wieder deutlich besser funktionierte und bei Schlafentzug nicht lahmte.
Tja: Irgendwann zog auch meine Haut nach. Der Umstand, dass ich keine Kinnpickel mehr bekam, fiel mir als erstes auf. Angeblich sollen Kinnpickel bei Frauen hormonell bedingt sein. Weiß nicht: Ich bekam welche, wenn ich bei Mahlzeiten nicht sofort ein feuchtes Reinigungstuch benutzte, wenn die Haut versehentlich mit Essen mit Berührung kam. Normalerweise bekam ich sonst *immer* einen Pickel bzw. eine fiese Unterlagerung. Nach gut einem Monat Bierhefe aber plötzlich und zuverlässig nicht mehr. Und seitdem auch nicht wieder. Nicht dass meine Haut weniger Talg produzieren würde: Nein! Aber sie geht damit anders um, wie mir scheint. Unterlagerungen: Kenne ich gar nicht mehr.
Auch kann ich Cremes wieder ganz normal benutzen. Auch wenn ich mich mal "vercreme" und die Pflege an der einen oder anderen Stelle nicht gründlich einklopfe, passiert nichts. Wäre vorher nicht denkbar gewesen -- ich bekam in diesen Fällen immer fiese, hartnäckige Unterlagerungen, besonders gerne an feinporigen Stellen, wo normalerweise nichts entstehen dürfte. Seitdem: Nicht wieder passiert.
Noch eine Auffälligkeit: Die Haut und das darunter liegende Gewebe ist seltsam resilient geworden gegen allen möglichen Druck. Strümpfe, Riemchen, Träger oder Sonstige hinterlassen keine Abdrücke, da kann ich mich auf dem Kopf stellen. Theoretisch könnte ich auf dem Gesicht schlafen (was ich nicht tue) und es würden keine Abdrücke entstehen. Ich fand das fast schon kurios seinerzeit, als es sich in der Form zeigte, mittlerweile habe ich mich daran gewöhnt. Alles ist bouncy -- damit kann ich leben.
Bei den Haaren habe ich keine Veränderungen festgestellt. Ich habe eine gute Pflege für mich gefunden und benutze sie nunmehr ohne Seitensprünge und Experimente. Abgesehen davon zeigen sich eventuelle Veränderungen durch Nährstoffe vom Ansatz an, wenn die Haare gesünder nachwachsen. Das ist ein so langsamer Prozess, dass ich sowas wegen eines gewissen Gewöhnungseffektes nicht merken würde. Dass die Haare schneller wachsen, habe ich nicht feststellen können. Gott sei Dank: Häufiger zum Nachfärben und Schneiden würde ich ungern laufen.
Ein toller Effekt, für den ich sehr dankbar bin: Keine Herpesbläschen mehr (toi, toi, toi!). Habe ich seit der regelmäßigen und gewissenhaften Einnahme von Bierhefe nicht einmal gehabt, obwohl ich in der fraglichen Zeit ganz großen Belastungen und auch heftigem Stress ausgesetzt war, mein Immunsystem fuhr oft genug spürbar runter. Trotzdem keine Bläschen, null! Das ist eine wahre Erlösung.
Warum ausgerechnet die Bierhefe so gut und so kurios bei mir wirkt, weiß ich nicht. Es gibt Menschen, die auf die Einnahme schwören, manche sind schnell entzaubert. Vielleicht ist die zweite Gruppe zu ungeduldig, wartet nicht lange genug ab oder dosiert zu wenig, hält sich nicht an die Vorgaben. Keine Ahnung.
Verbraucherzentralen kritisieren die relativ niedrige Dosierung des natürlich entaltenen Biotin und der B-Vitamine. Na wenn das kein Argument ist?! Klar enthalten andere Präparate höhere Dosierungen, das ist bei Bierhefe aber nicht der springende Punkt. Der liegt nämlich bei dem natürlichen Verbund aus nicht-synthetischen Vitaminen und vor allem Aminosäuren, allen essentiellen und den meisten nicht-essentiellen.
Wie man mittlerweile weiß, liegt die Wirksamkeit von Nährstoffen in ihrer Kombination: Isolierte Omega-3-Fettsäuren in Kapseln wirken nicht halb so gut wie natürliche Lebensmittel, die sie enthalten. Isolierte Antioxidantien wirken nicht so gut wie ganze Cluster von ihnen, wie sie natürlich vorkommen. Sich an Dosierungen einzelner Vitamine zu stören ist beim Lebensmittel Bierhefe etwas an der Sache vorbei argumentiert. Das ist in etwa so, als würde man der Birne einen Vorwurf daraus machen, dass sie kein Apfel ist.
Aber natürlich bin ich irgendwann reumütig zu dem unhippen, unschicken alten Freund Bierhefe zurückgekehrt: Ich hatte eine Phase, in der meine Haut völlig außer Rand und Band war, auf alles (jede Berührung im Gesicht, jede noch so bewährte Creme) mit Unreinheiten reagierte.
Dass die Wirkung sich irgendwann ganz deutlich zeigte, merkte ich zuerst an den Nägeln. Ich habe von Natur aus sehr (!) weiche Nägel. Nicht brüchig aber weich wie Papier. Dass sie sich nach ca. drei Wochen zu festen Krallen entwickelten, merkte ich an Kratzern, die ich aus purer Ungewohnheit mir selbst und Anderen verpasste. Einer war sogar so tief, dass ich bis heute ein Närbchen an der Stelle habe. Ich kam mir seinerzeit vor wie eine Babykatze, die ihre Krallen nicht unter Kontrolle hat und gewöhnte mir an, Wundpflaster mit mir rumzutragen, bis ich mich an meine neuen Nägel gewöhnen würde.
Etwa zur selben Zeit fing ich an, sehr intensiv zu träumen. Ich bin zwar von Haus aus ein lebhafter Träumer, das war aber ungewöhnlich. Ich fragte mich: Was ist denn da los? Bis mir wie Schuppen von den Augen fiel, dass der Verbund an Wirkstoffen in der Bierhefe angeblich auch auf Nerven und Muskeln eine Wirkung haben soll (nein, Alkohol ist in der Bierhefe keiner enthalten *gg*). Der Umstand passte dann auch mit dem Phänomen zusammen, dass mein seit einer Parese angeditschter Nerv + Muskel wieder deutlich besser funktionierte und bei Schlafentzug nicht lahmte.
Tja: Irgendwann zog auch meine Haut nach. Der Umstand, dass ich keine Kinnpickel mehr bekam, fiel mir als erstes auf. Angeblich sollen Kinnpickel bei Frauen hormonell bedingt sein. Weiß nicht: Ich bekam welche, wenn ich bei Mahlzeiten nicht sofort ein feuchtes Reinigungstuch benutzte, wenn die Haut versehentlich mit Essen mit Berührung kam. Normalerweise bekam ich sonst *immer* einen Pickel bzw. eine fiese Unterlagerung. Nach gut einem Monat Bierhefe aber plötzlich und zuverlässig nicht mehr. Und seitdem auch nicht wieder. Nicht dass meine Haut weniger Talg produzieren würde: Nein! Aber sie geht damit anders um, wie mir scheint. Unterlagerungen: Kenne ich gar nicht mehr.
Auch kann ich Cremes wieder ganz normal benutzen. Auch wenn ich mich mal "vercreme" und die Pflege an der einen oder anderen Stelle nicht gründlich einklopfe, passiert nichts. Wäre vorher nicht denkbar gewesen -- ich bekam in diesen Fällen immer fiese, hartnäckige Unterlagerungen, besonders gerne an feinporigen Stellen, wo normalerweise nichts entstehen dürfte. Seitdem: Nicht wieder passiert.
Noch eine Auffälligkeit: Die Haut und das darunter liegende Gewebe ist seltsam resilient geworden gegen allen möglichen Druck. Strümpfe, Riemchen, Träger oder Sonstige hinterlassen keine Abdrücke, da kann ich mich auf dem Kopf stellen. Theoretisch könnte ich auf dem Gesicht schlafen (was ich nicht tue) und es würden keine Abdrücke entstehen. Ich fand das fast schon kurios seinerzeit, als es sich in der Form zeigte, mittlerweile habe ich mich daran gewöhnt. Alles ist bouncy -- damit kann ich leben.
Bei den Haaren habe ich keine Veränderungen festgestellt. Ich habe eine gute Pflege für mich gefunden und benutze sie nunmehr ohne Seitensprünge und Experimente. Abgesehen davon zeigen sich eventuelle Veränderungen durch Nährstoffe vom Ansatz an, wenn die Haare gesünder nachwachsen. Das ist ein so langsamer Prozess, dass ich sowas wegen eines gewissen Gewöhnungseffektes nicht merken würde. Dass die Haare schneller wachsen, habe ich nicht feststellen können. Gott sei Dank: Häufiger zum Nachfärben und Schneiden würde ich ungern laufen.
Ein toller Effekt, für den ich sehr dankbar bin: Keine Herpesbläschen mehr (toi, toi, toi!). Habe ich seit der regelmäßigen und gewissenhaften Einnahme von Bierhefe nicht einmal gehabt, obwohl ich in der fraglichen Zeit ganz großen Belastungen und auch heftigem Stress ausgesetzt war, mein Immunsystem fuhr oft genug spürbar runter. Trotzdem keine Bläschen, null! Das ist eine wahre Erlösung.
Warum ausgerechnet die Bierhefe so gut und so kurios bei mir wirkt, weiß ich nicht. Es gibt Menschen, die auf die Einnahme schwören, manche sind schnell entzaubert. Vielleicht ist die zweite Gruppe zu ungeduldig, wartet nicht lange genug ab oder dosiert zu wenig, hält sich nicht an die Vorgaben. Keine Ahnung.
Verbraucherzentralen kritisieren die relativ niedrige Dosierung des natürlich entaltenen Biotin und der B-Vitamine. Na wenn das kein Argument ist?! Klar enthalten andere Präparate höhere Dosierungen, das ist bei Bierhefe aber nicht der springende Punkt. Der liegt nämlich bei dem natürlichen Verbund aus nicht-synthetischen Vitaminen und vor allem Aminosäuren, allen essentiellen und den meisten nicht-essentiellen.
Wie man mittlerweile weiß, liegt die Wirksamkeit von Nährstoffen in ihrer Kombination: Isolierte Omega-3-Fettsäuren in Kapseln wirken nicht halb so gut wie natürliche Lebensmittel, die sie enthalten. Isolierte Antioxidantien wirken nicht so gut wie ganze Cluster von ihnen, wie sie natürlich vorkommen. Sich an Dosierungen einzelner Vitamine zu stören ist beim Lebensmittel Bierhefe etwas an der Sache vorbei argumentiert. Das ist in etwa so, als würde man der Birne einen Vorwurf daraus machen, dass sie kein Apfel ist.
6 Antworten
Beiersdorf, warum gibt es die Soufflés nicht (mehr) in Deutschland?!
Das leckere Soufflé bekam ich im Wichtelpaket von Ergreifend. Als Nivea-Fan habe ich mich gefreut, noch mehr habe ich mich gefreut, eine Rarität genießen zu dürfen, denn die Soufflés gibt es in Deutschand nicht bzw. nicht mehr.
Die Konsistenz ist schön fluffig, die Durchfeuchtung der Haut klappt ganz super. Der Duft ist und bleibt recht intensiv, ist aber trotz der Kokosnuss und des Monoi-Öls nicht erschlagend. Passt toll zu kuscheligen Winterparfums.
Was würde ich mich freuen, wenn Beiersdorf die Soufflés in Deutschland wiedereinführen würde. Ich wundere mich immer, wie schmal das Sortiment in Deutschland im Vergleich zum Ausland (nicht nur bei Kosmetik) ist. Woanders gibt es meist alles, was es hier gibt, umgekehrt aber nicht.
Die Konsistenz ist schön fluffig, die Durchfeuchtung der Haut klappt ganz super. Der Duft ist und bleibt recht intensiv, ist aber trotz der Kokosnuss und des Monoi-Öls nicht erschlagend. Passt toll zu kuscheligen Winterparfums.
Was würde ich mich freuen, wenn Beiersdorf die Soufflés in Deutschland wiedereinführen würde. Ich wundere mich immer, wie schmal das Sortiment in Deutschland im Vergleich zum Ausland (nicht nur bei Kosmetik) ist. Woanders gibt es meist alles, was es hier gibt, umgekehrt aber nicht.
3 Antworten
Poren-Tornado
Wann hatte ich zuletzt unsichtbare Poren? Ich bin mir ziemlich sicher, das letzte Mal mit elf Jahren. Danach nie wieder.
Zwischendurch hatte ich schlechte, gute bis sehr gute Gesichtsreiniger, Peel-off- oder Tuchmasken und Nasenstrips. Allerdings schafften die nie mehr als Schadensbegrenzung -- die Poren verschmutzten immer wieder, blieben dadurch groß, dadurch saugten sie sich wiederum schnell mit Schmutz voll -- und so weiter.
Den batteriebetriebenen Porensauger habe ich zufällig beim wöchentlichen Einkauf entdeckt. Und mitgenommen, obwohl ich dachte: Na ja. Wahrscheinlich wieder ein Gimmick für die Schublade, meine Poren kriegt nichts klein. Und dann noch die albernen Abbildungen auf der Verpackung: Sehr trashig.
Dennoch wollte ich es wissen. Gekauft, nach Hause geschleppt, Batterien reingesetzt, Haut mit warmen Kompressen vorbereitet, das Gerät vorsichtig auf der kleinsten Stufe und mit Schon-Aufsatz für sensible Haut in Betrieb genommen. Und den Schock meines Lebens bekommen: Das Ding kennt keine Gnade, dreht jede Pore auf links! Oder anders ausgedrückt: Was da aus meinen Poren kam, darauf war ich nicht vorbereitet. -- und ich kenne wie gesagt den Effekt von Clear-up-Strips. Mehr möchte ich lieber nicht sagen.
So sauber und restlos frei von Talg und Schmutz waren meine Poren schon ewig nicht mehr: Auch wenn manche Beautyprozedur mir diese Illusion zwischendurch vermittelte.
Beim nächsten Mal etwa eine Woche später machte ich einen Fehler: Ich probierte Saugstufe 3 aus, immer noch mit dem kleinsten, schonendsten Aufsatz. Zack: Hatte ich einen dunkelblauroten Knutschfleck auf der Nase. Hätte ich das mal gelassen: Ich frage mich, was diese Saugstärke bitte soll! Welche Elefantenhaut kriegt da keinen Knutschfleck?
Jedenfalls ist Stufe 3 gar nicht nötig. Die Poren werden auch mit der kleinsten Stufe makellos saubergesaugt. Und: Sie verkleinern sich nach und nach wie von Geisterhand. Nicht sofort, aber kontinuierlich. Na ja: Wenn sie *wirklich* sauber sind, ziehen sie sich auch irgendwann zusammen. Sofern die Haut noch nicht achtzig und halbwegs elastisch ist.
Im Übrigen sollte man eine Behandlung besser abends durchführen: Die Haut ist nach so einer Prozedur erstmal gut stimuliert. Oder besser gesagt: Etwas sehr aufgeregt. Direkt danach vor die Tür gehen würde ich nicht wollen. Die Rötungen wiederum mit Makeup zu kaschieren wäre wiederum auch nicht optimal: Man lässt die Haut am besten erstmal ruhen und gut.
Ich bin sehr happy mit dem Gerät: Es gehört zu den wenigen Produkten, bei denen ich denke: "Wie konnte ich bisher ohne auskommen?!". Ich möchte es jedenfalls nicht mehr. Und entschuldige mich bei allen Kuriositäten, auf denen trashige Bilder und das As-seen-on-TV-Siegel abgebildet sind. Ich werde nie wieder über sie lachen.
Zwischendurch hatte ich schlechte, gute bis sehr gute Gesichtsreiniger, Peel-off- oder Tuchmasken und Nasenstrips. Allerdings schafften die nie mehr als Schadensbegrenzung -- die Poren verschmutzten immer wieder, blieben dadurch groß, dadurch saugten sie sich wiederum schnell mit Schmutz voll -- und so weiter.
Den batteriebetriebenen Porensauger habe ich zufällig beim wöchentlichen Einkauf entdeckt. Und mitgenommen, obwohl ich dachte: Na ja. Wahrscheinlich wieder ein Gimmick für die Schublade, meine Poren kriegt nichts klein. Und dann noch die albernen Abbildungen auf der Verpackung: Sehr trashig.
Dennoch wollte ich es wissen. Gekauft, nach Hause geschleppt, Batterien reingesetzt, Haut mit warmen Kompressen vorbereitet, das Gerät vorsichtig auf der kleinsten Stufe und mit Schon-Aufsatz für sensible Haut in Betrieb genommen. Und den Schock meines Lebens bekommen: Das Ding kennt keine Gnade, dreht jede Pore auf links! Oder anders ausgedrückt: Was da aus meinen Poren kam, darauf war ich nicht vorbereitet. -- und ich kenne wie gesagt den Effekt von Clear-up-Strips. Mehr möchte ich lieber nicht sagen.
So sauber und restlos frei von Talg und Schmutz waren meine Poren schon ewig nicht mehr: Auch wenn manche Beautyprozedur mir diese Illusion zwischendurch vermittelte.
Beim nächsten Mal etwa eine Woche später machte ich einen Fehler: Ich probierte Saugstufe 3 aus, immer noch mit dem kleinsten, schonendsten Aufsatz. Zack: Hatte ich einen dunkelblauroten Knutschfleck auf der Nase. Hätte ich das mal gelassen: Ich frage mich, was diese Saugstärke bitte soll! Welche Elefantenhaut kriegt da keinen Knutschfleck?
Jedenfalls ist Stufe 3 gar nicht nötig. Die Poren werden auch mit der kleinsten Stufe makellos saubergesaugt. Und: Sie verkleinern sich nach und nach wie von Geisterhand. Nicht sofort, aber kontinuierlich. Na ja: Wenn sie *wirklich* sauber sind, ziehen sie sich auch irgendwann zusammen. Sofern die Haut noch nicht achtzig und halbwegs elastisch ist.
Im Übrigen sollte man eine Behandlung besser abends durchführen: Die Haut ist nach so einer Prozedur erstmal gut stimuliert. Oder besser gesagt: Etwas sehr aufgeregt. Direkt danach vor die Tür gehen würde ich nicht wollen. Die Rötungen wiederum mit Makeup zu kaschieren wäre wiederum auch nicht optimal: Man lässt die Haut am besten erstmal ruhen und gut.
Ich bin sehr happy mit dem Gerät: Es gehört zu den wenigen Produkten, bei denen ich denke: "Wie konnte ich bisher ohne auskommen?!". Ich möchte es jedenfalls nicht mehr. Und entschuldige mich bei allen Kuriositäten, auf denen trashige Bilder und das As-seen-on-TV-Siegel abgebildet sind. Ich werde nie wieder über sie lachen.
6 Antworten
Vanillekipferl, frisch aus dem Ofen
Als Ziaja-Fan habe ich mich gefreut, die Bodylotion im Wichtelpaket von Ergreifend zu finden: Zumal ich die passende Dusche schon mal gehabt und sehr gemocht habe.
Die Lotion riecht extrem lecker, allerdings im Gegensatz zu der Dusche nicht nach Kakao oder Schokolade, sondern nach Vanillekipferl. Der ausgesprochen keksig-vanillig-würzige Duft kommt ganz ohne zitronige Noten aus und erinnert eben an Vanillekipferl. Wie passend zu Weihnachten!
Die Pflege ist gut und vor allem besser von der Haut absorbierbar als die meisten Ziaja-Cremes und -Lotions. Sie pflegen immer anständig, ähnlich aber wie z.B. die klassische Niveacreme ziehen sie in der Regel nicht ganz ein. Diese hier schon.
Finde ich super, werde ich sehr gerne benutzen. Der Pumpspender gefällt mir auch: Wenn Lotion aus einer großen Flasche, dann idealerweise mit Pumpspender.
Die Lotion riecht extrem lecker, allerdings im Gegensatz zu der Dusche nicht nach Kakao oder Schokolade, sondern nach Vanillekipferl. Der ausgesprochen keksig-vanillig-würzige Duft kommt ganz ohne zitronige Noten aus und erinnert eben an Vanillekipferl. Wie passend zu Weihnachten!
Die Pflege ist gut und vor allem besser von der Haut absorbierbar als die meisten Ziaja-Cremes und -Lotions. Sie pflegen immer anständig, ähnlich aber wie z.B. die klassische Niveacreme ziehen sie in der Regel nicht ganz ein. Diese hier schon.
Finde ich super, werde ich sehr gerne benutzen. Der Pumpspender gefällt mir auch: Wenn Lotion aus einer großen Flasche, dann idealerweise mit Pumpspender.
Peanut vor 6 Jahren
Gegen den Winterblues
Dieses spannende Duschgel hat mir die liebe Ergreifend ins Wichtelpäckchen gelegt: Ich habe noch nie was von Bi Care testen können, da es eine Marke von Bipa ist, eine Drogeriekette, die es in Deutschland nicht gibt (oder etwa im Süden?). Jedenfalls habe ich mich sehr gefreut über die Möglichkeit.
Natürlich war ich gespannt, ob man hier Bambus rausriechen kann, da es eine schwierige Duftnote ist und sehr tricky einzufangen. Und: Ja, man kann sie rausriechen. Das Witzige an dieser Duschcreme ist aber nicht der Bambusduft, sondern eine sehr, sehr deutliche Apfelnote, grün und sauer wie frisch aufgeschnittener, noch etwas unreifer Apfel. Finde ich gut, mal was ganz Anderes!
Erfrischend und fröhlich, macht sich jetzt besonders gut, wo es hier in Norddeutschland so trostlos, trüb und dunkel ist. Die Flasche wird das Jahr vermutlich nicht überleben, ich habe Lust auf den Duft. Na ja: Sauer macht immer noch lustig.
Danke Ergreifend!
Natürlich war ich gespannt, ob man hier Bambus rausriechen kann, da es eine schwierige Duftnote ist und sehr tricky einzufangen. Und: Ja, man kann sie rausriechen. Das Witzige an dieser Duschcreme ist aber nicht der Bambusduft, sondern eine sehr, sehr deutliche Apfelnote, grün und sauer wie frisch aufgeschnittener, noch etwas unreifer Apfel. Finde ich gut, mal was ganz Anderes!
Erfrischend und fröhlich, macht sich jetzt besonders gut, wo es hier in Norddeutschland so trostlos, trüb und dunkel ist. Die Flasche wird das Jahr vermutlich nicht überleben, ich habe Lust auf den Duft. Na ja: Sauer macht immer noch lustig.
Danke Ergreifend!





