Der Saubär-Blog

18.09.2020
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Zero Waste und so weiter: Ein Duschgeljunkie entwöhnt sich

Inspiriert von unserer lieben Channi, die meine allergische Mutter mit wunderbarer handgesiedeter Seife und Kosmetik aus eigener Herstellung versorgt hat, habe ich mich entschlossen, einen kleinen Schritt in eine mir unbekannte Richtung zu gehen: Weg von den vielen bunten Plastikflaschen aus der Drogerie, hin zu mehr Haut- und Umweltfreundlichkeit.

Als bekennender Duschgel-Suchti ist mir der Entschluss zu diesem Schritt nicht leicht gefallen. Die Entwöhnung vom heißgeliebten Waschpulver habe ich, wohlgemerkt bekennender Wäscheduftfan, tatsächlich geschafft und benutze voller Begeisterung das Ecoegg, das rein mineralisch wirkt, voluminöse, haut- und abwasserbelastende Waschmittel gänzlich überflüssig macht und null Verpackungsmüll generiert. Einen Verzicht auf Duschgel-Hauls und -Impulskäufe fiel und fällt mir zugegeben noch (!) schwer. Aber ich hege schon recht lange den Gedanken, den plastikverpackten Duschgels und Seifen abzuschwören und auf feste Seife umzusteigen.

Erstens um viel weniger Plastikmüll zu produzieren. Mal abgesehen von plastikverpackten Lebensmitteln: Kaum etwas verbraucht sich so schnell wie Flüssigseife und Duschgel, ratzfatz ist die Verpackung leer -- und braucht dann eben Jahrhunderte, um in ihre Bestandteile zu zerfallen. Ein grausamer Gedanke.

Zweitens um Mikroplastik auf jeden Fall zu vermeiden, denn hat man den Absprung einmal geschafft, gerät man auch nicht mehr in Versuchung, eines spannenden Dufts wegen Mikroplastik im Flüssigprodukt in Kauf zu nehmen.

Drittens um der Körperhaut was Gutes zu tun. Am Beispiel meiner Mutter, die mit Channis Produkten eine echte Hautrevolution erlebt hat, habe ich gesehen, welch Unterschied besteht zwischen den hochwertigen Ingredienzien und Rezepturen handgemachter, hoch überfetteter Seife und dem, was aus der Drogerie kommt und sich "Pflegedusche" oder "Cremeseife" nennt: Der Kontrast ist kaum zu beschreiben, man muss ihn erlebt haben.

Ich weiß, auf Flüssigseife und Duschgel zu verzichten und auf plastikfreie feste Produkte umzusteigen wird den Planeten nicht direkt retten -- dazu gehört mehr. Bei vielen Produktarten bin ich auch (noch) nicht bereit, auf Zero Waste umzusteigen. Zum Beispiel sind feste Körperpflegen zu ölig für meine Haut, ich habe noch nichts Geeignetes gefunden. Auch werde ich vorläufig bei Shampoos und Cremes aus Tube und Flasche bleiben -- von dekorativer Kosmetik ganz abgesehen: Da müssen Hersteller auch ein wenig innovativer werden und vielleicht Refills anbieten oder das Recycling, das z.B. Mascara- und Lippenstifthülsen nicht berücksichtigt, müsste mal upgegraded werden. Aber der erste Schritt wäre schon mal getan -- so ganz im Kleinen, im Hause Peanut nur. Fakt ist: Jede Plastikflasche weniger zählt.

In den nächsten Wochen und Monaten werde ich handgemachte Seife und Duschbutter verschiedener kleiner Manufakturen vorstellen und euch hoffentlich anregen, es ebenfalls zu versuchen. Nein, missioniert wird hier niemand, ich bin weit davon entfernt, dogmatisch zu werden. Vielleicht können wir aber ganz entspannt gemeinsam entdecken und einen kleinen Beitrag zu einem anderen Kosmetikkonsum leisten.

Ach, noch eins: Warum ich die wunderbaren Seifen unserer Channi gänzlich meiner Mutter überlasse und anderweitig fremd-shoppe um hier darüber zu berichten? Nun ja: Ich möchte die kleinen Manufakturen und Einzelpersonen, die von ihren Erzeugnissen ihren Lebensunterhalt bestreiten, unterstützen. Sie leisten wunderbare Arbeit, stecken viel Herzblut und Sachverstand in ihre Seifen: Darauf möchte ich aufmerksam machen und euren Fokus von den bunten Plastikflaschen auf die feinen handgesiedeten Kostbarkeiten umlenken. Beiersdorf, Schwarzkopf & Henkel und andere Großkonzerne werden in dieser unsicheren, verrückten Zeit nicht so schnell in die Knie gehen. Kleine Seifensieder und und ihre Vertriebspartner aber möglicherweise schon.

Also -- die Reviews kommen bald. Man liest sich!

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